Ohne Vorzugsaktien könten Sie die Kontrolle verlieren

Der Besitzanspruch auf die eigenen Stammaktien (vergleichbar Rechte wie deutschen Stammaktien) kann einem nicht weggenommen werden, aber es ist möglich, die Kontrolle über die Corporation zu verlieren.

Ein Beispiel:
Wenn Sie 25% der Stammaktien (common stock) an Investor A, 25% an Investor B und 25% an Investor C verkaufen, bleiben Ihnen als Gründer ebenfalls 25%. Damit haben alle Aktionäre zwar das gleiche Stimmrecht, sollten allerdings zwei der anderen Investoren ihre Stimmrechte kombinieren, könnten Sie in einer Aktionärsabstimmung überstimmt werden mit der Konsequenz, dass Sie sämtliche Posten in Ihrer Corporation verlieren.

Ein weiteres Beispiel:
Wenn Sie Ihren Kindern bereits zu Lebzeiten die Hälfte Ihrer Aktien übertragen, erhalten diese gemeinsam mit Ihrer Ehefrau die Mehrheit der Stimmrechte, da Ihrer Ehefrau wiederum nach Erbrecht 50 % der verbleibenden Aktien zustehen. Was dies unter Umständen bedeuten kann, brauchen wir Ihnen nicht auszumalen.

Die Verteilung der Aktien erfordert also viel Umsicht und Weitblick.

Grundsätzlich ist es am besten, wenn Sie konsequent mindestens 51% aller ausgestellten Aktien besitzen. Damit haben Sie bei allen Aktionärsversammlungen die Stimmrechtsmehrheit, womit Sie den Aufsichtsrat wählen und die Tätigkeiten der Corporation kontrollieren können.

Es ist allerdings weder einfach, noch immer ratsam, die Aktienmehrheit von 51% zu besitzen.

Ein Beispiel:
Sie gründen eine $ 10-Millionen-Corporation, die 1.000 Anteile à $ 10.000 verkaufen darf. Sie finden vier Investoren, denen Sie je 25 Aktien à $ 10.000 verkaufen. Somit haben die Investoren insgesamt 100 Stimmrechte. Um die Mehrheit der Stimmrechte zu behalten, stellen Sie sich selbst 101 Aktien aus und verpflichten sich schriftlich (hiervon raten wir übrigens strengstens ab), die $ 1.010.000 später einzuzahlen. Somit haben Sie vermeintlicherweise Ihr Ziel der Kapitalisierung erreicht ohne selbst einen Beitrag geleistet zu haben.

Das ist zwar schön und gut, aber sollte Ihre Corporation – Gott verhüt’s – eines Tages pleite gehen, stehen Sie vor folgendem Problem: Obwohl Aktienhalter und Geschäftsführung der Corporation persönlich nicht für die Verpflichtungen dieser haftbar gemacht werden können, schulden Sie der Corporation für die 101 Aktien persönlich immer noch $ 1.010.000 – und sind dafür haftbar! Es ist deshalb immer ratsam Investoren nur Vorzugsaktien auszustellen.

Die Vorzugsaktie macht den feinen Unterschied

Mit Vorzugsaktien können Sie den Verlust Ihrer Corporation an andere Aktionäre verhindern und besitzen trotzdem 100% Stimmkontrolle über Ihre Corporation.

Vorzugsaktien sind Aktien, die dem Halter zwar einen Besitzanteil an der Corporation sowie einen bevorzugten Anspruch auf Dividendenzahlungen geben, jedoch kein Stimmrecht vermitteln. Stimmrecht haben nur die Eigentümer der Stammaktien (Voting Stock). Sie brauchen sich selbst dann nur eine ganz kleine Anzahl von Stammaktien auszuteilen (ein Anteil genügt) um in Kontrolle zu bleiben. Diese Stammaktien bekommen Sie dann von der Corporation mittels Aufsichtsratsbeschluss (fertigen wir an ) unter dem Sie für Ihre wertvollen Dienste für die Corporation belohnt werden und nicht dafür zahlen müssen. Damit haben Sie dann sämtliche persönliche Haftungsprobleme vollkommen ausgeschlossen.

Die Vorteile von Vorzugsaktien für den Investor:

Dividenden werden erstrangig an Eigentümer von Vorzugsaktien ausgezahlt. Selbst wenn die Corporation acht Quartale lang keine Dividenden gezahlt hat, bleibt das Risiko für den Investor gering, da sich Vorzugsaktien automatisch in Stimmrechtsaktien umwandeln.
Bei einer Auflösung der Corporation haben Eigentümer von Vorzugsaktien einen Vorrangsanspruch auf das Vermögen der Corporation.
Die Vorteile von Vorzugsaktien für den Gründer:

Kapitalisierung der Corporation durch Verkauf von Vorzugsaktien bei Erhalt der Kontrolle mit einem einzigen Stimmrechts-Aktienanteil.
Durch die Kontrolle über den Aufsichtsrat kann der Gründer die Höhe der Dividenden festlegen.

Gerne beraten wir Sie bei der Wahl und der sorgfältigen Prüfung der Aktienverteilung in Common-Stock- und Preferred-Stock-Aktien. Bei einer Neugründung kostet diese Struktur $ 2.000 (nachträglich $ 3.000).

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