Vorteil Nr. 10 einer U.S. Corporation: Bilanzveröffentlichungspflicht

Vorteil Nr. 10 US Corporation: Keine Bilanzveröffentlichungspflichtpflicht

Keine Buchführungspflicht, keine Bilanzveröffentlichungspflicht für Ihre U.S. Corporation

Zuerst ein paar Hinweise auf die Unterscheidungsmerkmale von U.S. Corporations. In den USA werden insgesamt sieben verschiedene Corporation-Formen unterschieden. Als Unterscheidungsmerkmal fungiert beispielsweise die Art der Einkommensversteuerung. Ausländern steht es frei, sich zwischen einer geschlossenen (close), offenen (open) und einer öffentlichen (public) Corporation zu entscheiden.

Bei diesen Gesellschaftsformen dienen als Unterscheidungsmerkmale vor allem die Vorgaben im Hinblick auf die Art und Weise der Aktienverkäufe und der Möglichkeit eines Börsengangs. Sowohl die Close Corporation als auch die Open Corporation zeichnen sich zusätzlich durch eine gemeinsame Besonderheit aus: Es besteht in den von uns ausgewählten Bundesstaaten weder eine Pflicht zur doppelten Buchführung noch eine Pflicht zur Veröffentlichung von Bilanzen.

Auswirkungen der Bilanzierungsverpflichtung

Nach deutschem Recht ist jeder Kaufmann zur doppelten Buchführung und zur regelmäßigen Veröffentlichung seiner Bilanzen verpflichtet. Dies gilt auch für Kapitalgesellschaften. Eine solche Pflicht zur Veröffentlichung führt dazu, dass die Vermögens- und Finanzlage des jeweiligen Unternehmens nicht nur den staatlichen Behörden, sondern auch einer breiten Gruppe von Außenstehenden bekannt wird. Ein Blick, sowie die Onlinerecherche im Bundesanzeiger genügt und die Zahlen liegen, wie in einem offen Buch, zu Gesicht. Dazu gehören neben Kreditinstituten und Kunden auch Lieferanten, Konkurrenzunternehmen oder Angestellte. Mit der Pflicht zur Bilanzierung kann ein Unternehmen sich im besten Fall positiv nach außen hin repräsentieren und neue Investoren gewinnen.

Doch kann sich die Bilanzierungspflicht auch negativ für ein Unternehmen auswirken. Bestehen beispielsweise aufgrund von Außenständen vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten, so werden Investoren abgeschreckt und das Unternehmen gerät in einen Teufelskreis, ohne dass es selbst ursächlich für die negative Bilanz verantwortlich zu machen wäre. Ein zweiter unerwünschter Aspekt der Bilanzierungsverpflichtung ergibt sich aus dem Umstand, dass auch die Konkurrenz Einsicht in die Vermögenswerte und Verkaufszahlen erhält.

Verzicht auf doppelte Buchführung und Bilanzierungsveröffentlichung

Daher gilt in einigen Bundesstaaten die Regel, dass Corporations, die nicht börsennotiert sind und keinen höheren Umsatz als eine Million USD jährlich erzielen, grundsätzlich von der doppelten Buchführung und von der Bilanzierungspflicht befreit sind. Gewinne werden nach der Cash-Methode ermittelt, die der deutschen Einkommen-Überschuss-Rechung vergleichbar ist. Ob beim Erreichen der Umsatzgrenze von einer Million USD Bilanzierungspflicht besteht, hängt zudem von der Art der gewählten Corporation ab.

Verpflichtung zur Rechtschaffenheit

Der Verzicht auf doppelte Buchführung und Bilanzierungsveröffentlichung dient dem Schutz einer U.S. Corporation. Sie vereinfacht es Existenzgründern, langsam und sorgfältig Kapital aufzubauen und Investoren zu gewinnen. In schwierigen Situationen schützt sie vor dem Verlust von Kreditgebern und Lieferanten. Dennoch sollten Sie Ihr Geschäftsvorhaben stets auf eine solide kaufmännische und damit rechtschaffene Grundlage stellen. Denn auch in den liberalen unternehmerfreundlichen Bundesstaaten soll Betrug oder extremen Verlustgeschäften selbstverständlich kein Vorschub geleistet werden. Täuschen Sie Ihre Kreditgeber bewusst und kann Ihnen dies nachgewiesen werden, so können Sie entgegen der sonstigen Rechtsprechung mit Ihrem persönlichen Vermögen haftbar gemacht werden. Wie aber unterscheidet man beispielsweise zwischen einer legalen Firmengründung, bei der auf rechtmäßige Weise auf die Einzahlung von Stammkapital verzichtet wird und einem illegalen Täuschungsversuch? Unsere erfahrenen Anwälte beraten und informieren Sie gern über Ihre Rechte und Pflichten, über Stolpersteine und Wagnisse und unterstützen Sie von der Gründung bis zur Durchführung kompetent bei allen anstehenden Aufgaben.

Ausgenommen von den genannten Befreiungen ist lediglich die Public Corporation (engl. Begriffserklärung), was sich bereits daraus erklärt, dass es sich um eine besonders kapitalintensive, börsennotierte Gesellschaftsform handelt.

Vorteil Nr. 1 einer US Corporation: Vermögensschutz
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