Was die US-Finanzamtsbehörde IRS von Ihnen verlangt und wie Sie Ihre Steuerpflichten in den USA minimieren.*

Hätte Al Capone geahnt, dass ihn nicht das FBI wegen Mordes, sondern die Steuerbehörde wegen offensichtlicher Steuerhinterziehung hinter Gitter bringen würde, er wäre mit seinem unversteuerten Reichtum vermutlich etwas diskreter umgegangen. Doch was Al Capone wissentlich beging, nämlich Steuerhinterziehung, die in den USA ebenso gnadenlos geahndet wird wie in der Bundesrepublik, kann Steuerpflichtigen aufgrund der komplizierten Steuergesetzgebung hier wie dort auch unwissentlich passieren. Trotz der deutlichen Unterschiede in der Art und Höhe der Besteuerung lohnt es sich also für Unternehmensgründer, sich mit dem Thema Besteuerung in den USA gründlich zu befassen oder alle anfallenden Aufgaben in die Hände erfahrener US-Steuerberater zu legen.

Die US-Steuerbehörde IRS

Internal Revenue Service (IRS) nennt sich die Bundessteuerbehörde der USA, deren rund 90.000 Mitarbeiter für die Einziehung von Bundessteuern zuständig sind. Die Behörde ist in vier Abteilungen unterteilt, von denen sich jeweils eine um große und mittelständische Unternehmen, um kleine Unternehmen und Selbstständige, um Lohn und Investment sowie um Steuerbefreiungen und staatliche Einrichtungen kümmert. Darüber hinaus gibt es eine eigene Abteilung für Steuerkriminalität.

Welche Steuerpflichten bestehen?

Auf den ersten Blick scheint das US-Steuersystem dem deutschen ähnlich zu sein. Wer über eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung verfügt oder sich eine bestimmte Zahl an Tagen in den USA aufhält bzw. aufhielt, für den besteht Steuerpflicht. Auch eine US-Corporation zahlt Steuern. Ist die Corporation in den USA registriert, wird aber auf den US-Märkten selbst nicht aktiv, gleicht diese Steuer allerdings eher einer geringen Gebühr. Anders verhält es sich, wenn Handel auch innerhalb der USA betrieben wird. Die Einstufung der Corporation und die erzielten Gewinne entscheiden dann über die Höhe der durch die Bundesbehörde erhobenen Steuer, die sich auf 15 bis 36 Prozent des zu versteuernden Betrages beläuft.

Dreigeteiltes Steuersystem in den USA

Steuern werden jedoch nicht nur von der Bundesbehörde erhoben, sondern auch von den Bundesstaaten und Kommunen. Aus dieser Dreiteilung ergibt sich der Umstand, dass die Höhe der insgesamt zu zahlenden Steuern vom Ort abhängt, an dem Ihr Unternehmen seinen offiziellen Sitz hat. Dies betrifft die Einkommenssteuer, die in einigen Bundesstaaten ganz entfällt und in anderen in Prozentsätzen berechnet wird, über die die örtlichen Behörden und die Kommunen selbst entscheiden. Aber auch die der Umsatzsteuer vergleichbare Sales-and-Use-Steuer weist unterschiedliche Höhen auf. Die Differenz kann bis zu 6 Prozent ausmachen, je nachdem ob Sie beispielsweise in Colorado, Wyoming, Pennsylvania oder New York ansässig sind. In einigen Bundesstaaten wird die Sales-and-Use-Tax zudem nur dann erhoben, wenn Waren innerhalb des Bundesstaats selbst im B2C-Handel vertrieben werden.

Ein Vergleich lohnt sich

Schon die Bestimmung, welche Steuern in welcher Höhe anfallen, ist also nicht ganz einfach. Als Laie steht Ihnen prinzipiell die Möglichkeit offen, einen Vergleich über die Website der Föderation der Steuerbehörden vorzunehmen. Allerdings würde dies einen erheblichen Aufwand erforderlich machen, denn die Webseite enthält eine Karte, auf der Sie sich von Bundesstaat zu Bundesstaat durchklicken müssen, um Einblick in die jeweils erhobenen Steuerarten und -höhen zu erhalten. Einfacher ist es da sicherlich, wenn Sie sich von einem mit USCS assoziierten US-Steuerberater, den wir Ihnen auf Anfrage gern empfehlen, beraten lassen.

Abgabefristen und Übermittlungsarten

Je nach Unternehmensgröße beziehungsweise Art des Unternehmens sind für die Abgabe der Steuererklärung unterschiedliche Fristen einzuhalten. Für alle Unternehmen gilt, dass die Abgabe periodisch innerhalb eines Steuerjahres zu erfolgen hat. Für kleine Unternehmen ist dieses Steuerjahr gleich dem Kalenderjahr. Die Steuererklärung muss dann bis zum 15. März abgegeben werden. Eine Fristverlängerung ist in begründeten Ausnahmefällen und auf Antrag möglich. Wird die Frist versäumt, so ist mit erheblichen Geldbußen und Säumniszuschlägen zu rechnen. Auch die Art der Übermittlung kann von der Größe des Unternehmens abhängen. So sind einige Unternehmen verpflichtet, die Steuererklärung elektronisch zu übermitteln, anderen ist dies freigestellt.

Formulare und Einstufung

Welche Formulare bei der Steuerbehörde einzureichen sind, hängt von der Art der Gesellschaft ab sowie davon, ob es sich ganz oder teilweise um eine ausländische Gesellschaft handelt. Bei inländischen Corporations wird das gesamte Einkommen für die Besteuerung zugrunde gelegt, bei ausländischen Gesellschaften nur Gewinne, die in den USA erzielt wurden. Entscheidend für die Wahl der Formulare und die Art der Besteuerung ist zudem, ob die Steuerbehörde eine Gesellschaft als Kapital- oder als Personengesellschaft besteuert. Corporations werden grundsätzlich als Kapitalgesellschaften besteuert. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, können von kleinen Unternehmen, die dann als Subchapter-Corporations eingestuft werden, unter bestimmten Bedingungen aber Ausnahmen geltend gemacht werden. Für S-Corporations gelten dann die gleichen Steuerbedingungen wie für natürliche Personen, was bedeutet, dass sich auch die Frist für die Abgabe der Steuererklärung um einen Monat verschiebt. Der große Vorteil: Die Gesellschafter werden nur einmal besteuert und müssen nicht einmal als Unternehmensbeteiligte und einmal als Privatperson eine Steuererklärung abgeben.

Risiko minimieren, Aufgaben delegieren: Ihr US-Steuerberater

Die Dreiteilung des US-Steuerrechtes und die unterschiedlichen Formen der Besteuerung führen dazu, dass sich eine Reihe von Steuern sparen oder minimieren lassen. In welchem Bundesstaat sich die Gründung einer US-Corporation daher wirklich lohnt, lässt sich folgerichtig nicht einfach danach ermitteln, ob es sich wie im Falle Delawares um eine viel gelobte „Steueroase“ handelt. Umgekehrt trägt die Komplexität dazu bei, dass zahlreiche Steuerklärungen fehlerhaft oder nicht fristgerecht eingereicht werden, was zu erheblichen Geldbußen führen kann. Doch wie in Deutschland kann Ihnen auch in den USA der Steuerberater diese Last abnehmen. Unseren Kunden empfehlen wir gern einen bewährten US-Steuerberater, der mit allen Vorteilen und Finessen des US-Steuerrechts vertraut ist und die jeweils optimale Lösung für Sie findet. Haben Sie keine Umsätze generiert, stellen wir von USCS Ihnen die sogenannte „Nullerklärung“ aus und versenden diese fristgerecht an die Steuerbehörde.

Sie haben weitere Fragen, möchten sich einen US-Steuerberater empfehlen lassen oder benötigen Unterstützung bei der Gründung einer US-Corporation? Wir sind für Sie da! Sie erreichen uns im deutschsprachigen Raum unter den folgenden Rufnummern

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