Ohne Greencard eine US Corporation gründen?

Für den Erwerb einer US-Corporation benötigen Sie keine Einwanderungs- oder Aufenthaltsgenehmigung. Der Besitz einer US-Corporation kann unter bestimmten Umständen aber förderlich für den Erhalt einer sogenannten Greencard sein.

Was ist eine Greencard?

Greencard lautet die umgangssprachliche Bezeichnung für eine permanente Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in den USA. Wer in der glücklichen Lage ist, eine dieser begehrten United States Permanent Resident Cards zu erhaschen, der kann sich dauerhaft in den USA niederlassen. Viele Immigranten nutzen dies, um sich in den USA einen Traum zu verwirklichen: den Traum von der eigenen Firma, die sich ohne riesige Steuerlasten und ohne übermäßiges Kapital erfolgreicher aufbauen lässt. Die Greencard kann auf zwei Arten erworben werden: über eine direkte Bewerbung oder aber über eine regelmäßig stattfindende Lotterie, der Diversity Visa Lottery, bei der insgesamt 55.000 Karten an Bewerber aus aller Welt vergeben werden.

Diversity Visa Lottery

Für die Teilnahme an der Lotterie ist zunächst der Nachweis zu erbringen, dass Sie zur Einreise berechtigt sind. Für die Ausstellung einer Resident Card qualifizieren Sie sich nur dann, wenn Sie bestimmte Auswahlkriterien erfüllen. Vorausgesetzt wird, dass Sie gesund und ausreichend gebildet sind, in der Lage, sich und Ihre Familie ohne staatliche Unterstützung zu ernähren und weder kriminell noch als politischer Extremist umtriebig waren. Erfüllen Sie eines der Kriterien nicht, so erhalten Sie trotz Lotteriegewinn keine Einreisegenehmigung. Hatten Sie Glück im Spiel u n d es wurden keine Ausschlussgründe gefunden, werden Sie zu einem Gespräch in der amerikanischen Botschaft geladen. Haben Sie sich dort erfolgreich präsentiert, so erhalten Sie endlich ein Einreisevisum, mit dem Sie dann binnen 6 Monaten erstmalig in die USA einreisen müssen. Erst danach gelten Sie als permanent resident, was Sie dann zum Besitz der entsprechenden Karte berechtigt. Für deutsche Staatsbürger liegen die Gewinnchancen in etwa bei 1:20. Doch gibt es noch andere Möglichkeiten, an eine Resident Card zu gelangen.

Einwanderung aufgrund von Familien- oder Arbeitsrecht

Auch ohne Greencard ist eine Immigration in die USA möglich. Am leichtesten ist dies, wenn Sie nahe Verwandte in den USA haben. Ist dies nicht der Fall, so bleibt Ihnen noch die Einwanderung aufgrund bestimmter Fähigkeiten oder Investitionen. Personen, die sich direkt um eine Greencard bewerben wollen, müssen einer von fünf Employment-based-Kategorien angehören (EB). Zu den Gruppen EB-1 und EB-2 gehören Personen „von nationalem Interesse“ und besonderen Fähigkeiten. Das sind Menschen, die in ihrem Beruf national, besser noch international anerkannte Leistungen erbracht haben, beispielsweise als Wissenschaftler, als Manager oder auch als Künstler. Zur Gruppe EB-3 gehören alle Arbeitnehmer, die bereits ein Arbeitsangebot in den USA haben. Allerdings ist es in dieser Gruppe am schwierigsten, die Greencard tatsächlich zu erhalten, da sich die Antragstellung über Jahre hinziehen kann und es kaum ein Unternehmen geben wird, dass die Arbeitsplatzofferte so lange bestehen lässt. Eine spezielle Untergruppe stellt EB-4 dar: Hierzu zählen Personen, die im Ausland bereits für die US-Regierung tätig waren sowie Angehörige von Glaubensgemeinschaften, die einen Arbeitsplatz in einer Gemeinde in den USA nachweisen können.

Für Sie als Firmengründer ist insbesondere die EB-5 am interessantesten, die als Immigration Investor Program tituliert ist.

Einwanderung als Investor oder Firmengründer

Speziell für reiche Investoren ist die Kategorie EB-5 interessant. Wer in der Lage ist, eine Million USD in ein neu zu gründendes Unternehmen zu investieren, dem ist die Einwanderung so gut wie sicher. Bei geringeren Investitionen muss die Firmengründung in ländlichen Regionen mit einer hohen Arbeitslosenquote erfolgen. Die Mindesthöhe beträgt jedoch auch hier 500.000 USD. Zusätzlich besteht die Auflage, dass nachweislich 10 Arbeitsplätze in Vollzeit für US-Bürger geschaffen werden. Der Investor selbst muss in dem Unternehmen nicht beschäftigt sein.

Für Investoren, die nicht über ein solch hohes Investitionskapital oder Risikokapital verfügen, besteht die Möglichkeit, andere Investoren-Visa zu beantragen, die jedoch nicht zwangsläufig zu einer permanenten Aufenthaltserlaubnis führen. Hierzu gehören das

  • E-1 Handelsvisum
  • E-2 Investorenvisum
  • L-1 Visum Intracompany Transferee

Das E-1-Handelsvisum

Betreiben Sie bereits Handel mit den USA und sind Sie Bürger eines Landes, das mit den USA ein Handelsabkommen geschlossen hat, sind Sie berechtigt, ein E-1 Handelsvisum zu beantragen. Durch die Gründung einer US-Corporation können Sie diesen Handel – der sich übrigens auch auf Dienstleistungen bezieht – einleiten. Das Visum wird regulär für die Dauer von 2 bis 5 Jahren vergeben und kann, solange die US-Firma als Sponsor auftritt, unbegrenzt verlängert werden. Einzige Einschränkung: Sie können nicht als leitender Angestellter der US-Corporation tätig werden und dürfen kein Gehalt von dieser erhalten. Wie sie dennoch Ihre Geschäfte leiten und ggf. den Ehepartner einbinden, dazu beraten wir Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

E-2 Investorenvisum

Auch das E-2 Investorenvisum ist ein zeitlich befristetes Arbeitsvisum. Und auch hier hilft Ihnen die Gründung einer US-Corporation, das Visum zu erhalten. Die erforderliche Investition fällt deutlich geringer aus als bei einem EB-5-Visum. Konkrete Richtbeträge werden nicht genannt, die Erfahrungswerte liegen bei einer Mindestinvestition in Höhe von 100.000 USD. Zudem müssen die Antragsteller aus einem Land kommen, das mit den USA ein Investitionsabkommen geschlossen hat. Die Investition erfolgt nach der Gründung der Corporation in Form eines Ankaufs oder einer Erweiterung. Da es für Laien äußerst schwierig ist, geeignete Investitionsanlagen zu überblicken und häufig Fehler bei dem Versuch auftreten, die gesetzlichen Regelungen zu erfüllen, raten wir Ihnen jedoch dringend, sich zuvor mit unseren Mitarbeitern in Verbindung zu setzen, um eine umfassende Beratung und ggf. Unterstützung bei allen Formalitäten einzuholen.

L-1 Visum Intracompany Transferee

Das L1-Visum soll es ausländischen Unternehmern ermöglichen, Mitarbeiter in eine US-Niederlassung zu entsenden. Dabei spielt die Größe der Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle, wichtig ist, dass beide Unternehmen zur selben Gruppe oder derselben (natürlichen oder juristischen) Person gehören. Das L1-Visum gilt als Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung und wird für drei Jahre ausgestellt. Handelt es sich bei dem zugeordneten US-Unternehmen um eine Neugründung, hat das Visum zunächst eine einjährige Gültigkeitsdauer.

Mögliche Vorteile der US-Corporation für Ihre Einwanderung in die USA

Wie Sie nun erfahren haben, kann die Gründung einer US-Corporation Ihrem Vorhaben, zeitweise oder dauerhaft in die USA auszuwandern, in vielen Bereichen förderlich sein. Wir möchten Sie aber deutlich darauf hinweisen, dass es keine Garantie dafür gibt, dass Sie eine Permanent Resident Card erhalten. Stehen entsprechende Veränderungen an oder möchten Sie sich genauer über Ihre Chancen und Möglichkeiten informieren, empfehlen wir Ihnen gern einen Fachanwalt, der Sie umfassend berät. Interessieren Sie sich für die Neugründung oder den Ankauf einer US-Corporation, so nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit einem unserer Mitarbeiter auf.

 

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